Standing Ovations für die Premiere des TUI Feuerwerk der Turnkunst 2014

Mehr als einmal geht ein Raunen durchs Publikum als Artem, Thomas, Martin und Daniel ihre spektakuläre Flugshow am Reck präsentieren. Gespannt halten die 6.000 Zuschauer in der ausverkauften Großen EWE Arena in Oldenburg den Atem an, mögen bei den waghalsigen Salti und Schrauben kaum hinsehen, um kurz darauf in tosenden Beifall auszubrechen. Bei der Premiere der „Esperanto“ Tournee 2014 am 28. Dezember 2013 wurde schon nach wenigen Minuten deutlich: Dies würde das aufregendste TUI Feuerwerk der Turnkunst aller Zeiten werden.

Dass es dem Premierenpublikum während der knapp dreistündigen, extrem kurzweiligen Show von Zeit zu Zeit nicht nur die Sprache sondern sogar den Atem verschlug, dafür waren die zu einer großen Familie verschmolzenen 90 Künstler verantwortlich. Jeder stach auf seine unvergleichliche Art hervor. Viktoria Gnatiuk, die im Handstand einen Turm aus Bauklötzen baut und sich darauf emporarbeitet; New Power Generation mit ihrer Zebralution-Show voller spektakulärer Wurf- und Flugelemente. Circolombia sorgten zwischenzeitlich für gespenstische Stille, als sie nach absolut waghalsiger Hand Voltige mit ihrer spektakulären Schleuderbrettnummer eine völlig neuartige Methode präsentieren, sich in drei Metern Höhe auf einen Stuhl zu setzen. Ebenso beeindruckten Chilly & Fly, mit denen es nach 2013 ein Wiedersehen gibt. Man hätte die sprichwörtliche Stecknadel fallen hören können, als Emilie Fournier sich in schwindelerregenden drei Metern Höhe die Augen verbinden ließ, um kurz darauf von ihrem Partner Alexandre Lane nach einem Salto mit sicherem Griff gefangen zu werden. Von Gelassenheit keine Spur.

Umso entspannter ist der Comedian Claude Criblez. Der Schweizer ist mit seinen fliegenden Tieren immer wieder unterhaltsames Bindeglied zwischen den einzelnen Darbietungen und sorgt dabei auf seine humorvolle und gelassene Schweizer Art dafür, dass die Zuschauer sich nach all der Anspannung mit ihren Lachmuskeln wieder „locker machen“. So wie er, schafft auch das TUI Feuerwerk der Turnkunst Show-Team eine Verknüpfung zwischen den Künstlern, indem es immer wieder Teil der einzelnen Nummern wird und damit die gesamte Show wie aus einem Guss zu sein scheint.

So spannend und aufregend die „Esperanto“ Tournee 2014 mit all ihren nie gesehenen Darbietungen ist, so empfanden die Premierenzuschauer neben der Aufregung durch die mit kulturell geprägten Bewegungen erzählten Liebes- und Lebensgeschichten aus aller Welt sicherlich einen emotionalen Höhepunkt. Als das Duo FateFusion die Halle betrat, schien das Publikum plötzlich wie verzaubert. Turnerin Michelle Dziony und ihr Partner Christian Groth, der nach einem Intro seiner Partnerin im Rollstuhl auf die Fläche kommt, sorgen durch eine nie gesehene Rollstuhl-Partnerakrobatik für ein Knistern auf den Rängen. Der Rollstuhl wird zum Turngerät, das spektakuläre Handstände und Kraftelemente ermöglicht. Fast möchte man vergessen, dass „Chris“ seine Beine nicht benutzen kann, so vertraut, so harmonisch und so voller körperlicher Höchstleistungen ist die Darbietung der beiden Akrobaten. Sie zeigt einmal mehr, dass Körpersprache alle Menschen miteinander verbindet und dass „Esperanto“ eine Botschaft transportiert: Alles ist möglich, wenn man nur die eigene Stimme und den eigenen Körper mit Anderen sprechen lässt. Gänsehaut!

Der Titelsong, von Olivia Irmengard Grassner live gesungen in Esperanto, orientalische Klänge, Songs auf Deutsch, Französisch und Englisch, dazwischen auch mal sakrale Klänge kombiniert mit Rap – auch all das spiegelt bei der „Esperanto“ Tournee 2014 symbolhaft die Vielfalt der ganzen Welt, der unterschiedlichen Kulturen und insbesondere der vielseitigen Bewegungen wieder. Sie zeigt vom ersten Moment an, wie friedlich alle Menschen trotz oder gerade wegen ihrer Unterschiede miteinander leben könnten. Nie war das TUI Feuerwerk der Turnkunst harmonischer und gleichzeitig aufregender, nie hat es die Tänzer, Turner, Akrobaten und Artisten so sehr als eine große Familie präsentiert, nie sprachen Künstler, Publikum und Techniker so perfekt eine gemeinsame (Körper-)Sprache. Da verwundert es nicht, dass es nach dem großen Finale in Oldenburg sogar stehende Ovationen gab. Das aufregendste TUI Feuerwerk der Turnkunst spielte sich bereits bei der Premiere in die Herzen der Zuschauer: Wir sind Esperanto!

Tickets & Infos:
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