Das Bundesministerium des Innern zur Verfahrensweise mit Nahrungsergänzungsmitteln

Die Verwendung und der mögliche Missbrauch von Nahrungsergänzungsmitteln (NME) ist ein wichtiges Thema, nicht nur im Sport. Das Bundesministerium des Innern (BMI) hat uns das nachfolgende Schreiben zukommen lassen, welches wir euch im Wortlaut zur Verfügung stellen möchten. Am Ende des Textes findet ihr es auch als PDF Download. Ebenfalls zum Download findet ihr dort die DOSB Broschüre zum Thema Ernährung sowie zu den Besonderheiten einer sportgerechten Ernährung im Leistungssport.

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Bundesministerium des Innern, 53106 Bonn
An die Bundessportfachverbände mit olympischen und nichtolympischen Sportarten
Betreff: Verfahrensweise mit Nahrungsergänzungsmittel (NEM)
Aktenzeichen: 42009/1 #1

Sehr geehrte Damen und Herren,

unter Bezug auf die andauernde und kontroverse Diskussion bezüglich der Verwendung von NEM im Spitzensport – zuletzt die ausgesprochene Sperre der IBU für Evi Sachenbacher-Stehle – sowie den unterschiedlichen Umgang an den Olympiastützpunkten (OSP) mit der Thematik hat BMI die OSP mit Schreiben vom 01.08.2014 gebeten, im Interesse des Schutzes der sauberen Athletinnen und Athleten folgende Grundsätze zu beachten:

  • Von den OSP sollen nur solche NEM abgegeben werden, die aus einer durch das Zentnjm für Präventive Dopingforschung der Deutschen Sporthochschule Köln geprüften Charge stammen.
  • Eine Kooperation (Werbung, Sponsoring, etc.) soll nur mit Herstellern eingegangen werden, die ihre Produkte von o.a. Einrichtung prüfen und in die „Kölner Liste” aufnehmen lassen.
  • In jedem Fall soll den vom jeweiligen OSP betreuten Athletinnen und Athleten vorab eine qualifizierte Ernährungsberatung auch zur Problematik NEM (Stichwort NEM -Dopingfalle) zur Verfügung stehen. Dabei sollen die Athletinnen und Athleten deutlich darauf hingewiesen werden, dass die Veröffentlichung eines Produktes, z.B. auf der Kölner Liste®, nicht bedeutet, dass ein Produkt gnjndsätzlich frei von Doping-Substanzen, wie z.B. Prohormonen bzw. Anabolika oder Stimulantien ist. Es bedeutet lediglich, dass das Dopingrisiko minimiert ist. Die Einschätzung des Dopingrisikos liegt beim Sportler selbst.

Es wäre zielführend, wenn Sie ihre Sportlerinnen und Sportler sowie Trainerinnen und Trainer entsprechend sensibilisieren würden. Auf die aktuelle Broschüre des DOSB „NAHRUNGSERGÄNZUNGSMITTEL” darf ich venweisen. Die Broschüre kann von der Intemetseite des DOSB heruntergeladen werden.

Mit freundlichen Grüßen

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Zum Download