Feuerwerk der Turnkunst Showteam: Sprungbrett für die Bühnen dieser Welt

Es ist die ewige Konstante des „Feuerwerk der Turnkunst“ und auch aus der aktuellen Produktion nicht wegzudenken. Das Feuerwerk der Turnkunst Showteam gestaltet seit Anbeginn mit seinen verknüpfenden Elementen den roten Faden von Europas erfolgreichster Turnshow. Es gibt das Thema vor und vermittelt den Ensemblemitgliedern und am Ende auch den Zuschauern die Show-Idee und ist damit auch in der kommenden 2GETHER Tournee 2017 elementarer Bestandteil der Gesamtshow. Doch wie qualifizieren sich Turner, Tänzer und Artisten für das Showteam? Und inwiefern können sie das „Feuerwerk“ als Sprungbrett für eine eigene Solo-Karriere nutzen?

Es sind nicht wenige, die aus der ehemaligen Tennishalle in Hannover-Badenstedt – dem heutigen Turnzentrum Badenstedt des Niedersächsischen Turner-Bundes – den Sprung in die große weite Show-Welt geschafft haben. Lea Hinz, Felice Aguilar und Duo Piti sind nur einige der inzwischen international erfolgreichen (Solo-)Artisten, die in der Talentschmiede Badenstedt unter der Leitung von „Feuerwerk“-Regisseurin Heidi Aguilar an ihren Fertigkeiten gefeilt haben. Eine umfassende turnerische Ausbildung sowie ein jahrelanges intensives und qualitativ hochwertiges Training sind dabei unbedingte Voraussetzungen für eine spätere internationale Bühnenkarriere. „Wer sich für das Showteam empfehlen möchte, muss auf jeden Fall einen leistungssportlichen Hintergrund haben, damit die turnerischen Grundlagen sitzen, die wir für unsere tänzerischen und akrobatischen Darbietungen brauchen“, betont Heidi Aguilar. Hilfreich bei der Auswahl für ihr Team sei dabei die räumliche Nähe zu den Gerätturnerinnen und Gymnastinnen, die in der gleichen Halle trainieren. „Die meisten Zugänge gewinnen wir tatsächlich von den Gerätturnerinnen. Leider muss ich oft genug sagen, dass ich keinen Platz für sie habe, denn normalerweise bleiben die Showteam-Mitglieder über mehrere Jahre bei uns“, sagt die Regisseurin. Zudem übt ihr Showteam auch eine große Anziehungskraft auf Turner aus anderen Städten aus. Da fällt die Auswahl nicht leicht.

Es sind aber nicht nur Turnerinnen, aus denen das Showteam besteht. Breakdancer, Akrobatik-Duos und Tänzer sind gleichermaßen Mitglieder, trainieren aber häufig parallel oder auch in eigenständigen Trainingseinheiten. Maximal 14 Aktive nimmt Heidi Aguilar jedes Jahr mit auf Tournee. Und um diese 14 dafür zu qualifizieren, aus einer Vielzahl einzelner Darbietungen von Turnern, Artisten und Akrobaten eine rundum gelungene Show zu kreieren, müssen neben den teils hoch anspruchsvollen Choreografien auch viele alltägliche Herausforderungen bewältigt werden. „Das sind ja alles keine Profis. Sie studieren oder sind berufstätig. Darüber hinaus sind wir besonders im Moment in andere Produktionen involviert. Das Erlebnis Turnfest in Göttingen und das Kleine Fest im Großen Garten sind nur zwei Beispiele“, sagt Aguilar. Da muss die Regisseurin und Trainerin oftmals nicht nur die zur Verfügung stehende Trainingszeit im Auge behalten, sondern viele unterschiedliche Teilchoreografien und Solodarbietungen im Kopf haben. „Normalerweise habe ich den Überblick und weiß, woran die Duos oder Solisten arbeiten. Wenn es so viel ist, wie zurzeit, muss ich mir aber das ein oder andere auch schon mal aufschreiben“, sagt sie. Sie muss sich aber auch darauf verlassen können, dass einzelne Choreografien eigenständig trainiert werden, damit sie später problemlos in die Gesamtabfolge integriert werden können. Und natürlich muss die Kommunikation untereinander funktionieren – nur so können sich das Team und die Darbietung zu einem gelungenen Ganzen entwickeln. Ideen und Änderungsvorschläge werden von den Showteam-Mitgliedern während einer Trainingseinheit selbstverständlich mit eingebracht.

Und dennoch: Betrachtet man das Durcheinander, das besonders zum jetzigen Zeitpunkt zum Teil noch auf der Trainingsfläche herrscht, ist es kaum vorstellbar, dass sich daraus spätestens zur Premiere der 2GETHER Tournee 2017 am 28. Dezember 2016 nicht nur eine perfekte Choreografie, sondern die Basis für die gesamte Show entwickelt haben wird. Dass das tatsächlich funktioniert, wird das Showteam auch in der 30. Auflage des „Feuerwerk der Turnkunst“ beweisen.

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Heike Werner