Positive Bilanz für das Internationale Deutsche Turnfest 2017

(DOSB-PRESSE) Rund 80.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie auch die Berliner Bürgerinnen und Bürger machten das Internationale Deutsche Turnfest 2017 nach Einschätzung der Veranstalter zu einem „Fest der Superlative“.

„Dieses Turnfest hat die Erwartungen der Sportmetropole Berlin deutlich übertroffen.“

erklärte Andreas Geisel, Senator für Inneres und Sport in der Hauptstadt zum Abschluss am vorigen Freitag (9. Juni). „Es war ein Fest der Superlative, das als solches in Erinnerung bleiben wird.“ Nicht nur die 80.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, von denen 42.000 in 166 Schulen übernachteten, bewegten sich eine Woche lang durch die Großstadt, deren Sportstätten und vor allem die Messehallen. Auch die Berliner Bürgerinnen und Bürger machten mit bei den zahlreichen Sportangeboten oder bewunderten bei Shows und Meisterschaften das Können ihrer Gäste. „Es war Berlin eine Ehre, diesem Turnfest eine hoffentlich angemessene Kulisse geboten zu haben“, sagte Geisel.

Alfons Hölzl, Präsident des Deutschen Turner-Bundes (DTB), zeigte sich ebenfalls begeistert. „Wir haben eine traumhafte Woche erlebt“, sagte der 48-Jährige, der dem Turnfest erstmals als Präsident vorstand. Ganz besonders seidie Vielfalt deutlich geworden, was Turnen ausmache und Tag für Tag in den Vereinen unter dem Dach des DTB angeboten werde. „Wir sind der wahre Motor der Sportentwicklung in Deutschland“, sagte Hölzl. Dabei würden Breiten- und Spitzensport sich gegenseitig befruchten. „Beide gehören zusammen, und sie zu trennen, wäre nicht förderlich für die Entwicklung des Turnens.“ Besonders deutlich sei diese Zusammengehörigkeit während der Stadiongala im Rahmen des Turnfests zu erleben gewesen, bei der auch Bundeskanzlerin Angela Merkel Grüße an die Teilnehmer gerichtet hatte. Sie nannte Turnen einen Volkssport im wahrsten Sinne des Wortes.

Insgesamt 825.500 Besucherinnen und Besucher zählten die Organisatoren laut DTB-Generalsekretärin Michaela Röhrbein, davon 325.500 bei Veranstaltungen, Wettkämpfen und Mitmachangeboten. 305.000 Menschen tummelten sich an den sieben Tagen auf dem Messegelände, und 195.000 ließen sich von der Berliner Mitmachaktion „Berlin turnt bunt“ animieren. Das alles wäre ohne die 7.000 Volunteers nicht möglich gewesen, sagte Sportsenator Geisel. „Sie haben das Herz des Turnfests zum Schlagen gebracht.“

Leipzig 2021 mit neuem Format
Dass das innovationsstarke Turnfest Spuren hinterlasse, dafür hätten laut Martin Hartmann, dem Vizepräsidenten des Organisationskomitees des Turnfests und des Berliner Turn- und Freizeitsport-Bundes, auch schon eine Woche vor dem Auftakt zahlreiche sportliche Aktionen für die Berliner Schülerinnen und Schüler gesorgt. So gab es im Rahmen des Programms „Schule aktiv“ unter anderem an 263 Schulen 1200 Angebote in mehr als 50 Sportarten, die Kinder und Jugendliche mit großer Freude nutzten. Die Sportmetropole Berlin habe jegliche Erwartungshaltungen der Veranstalter deutlich übertroffen. Mit ihren  konzeptionellen Ansätzen, auch die Stadtgesellschaft in hohem Maße einzubeziehen, habe sie sich als Ausrichter künftiger Sportgroßveranstaltungen empfohlen.

Nach dem Turnfest ist vor dem Turnfest. Vom 12. bis 16. Mai 2021 wird Leipzig der nächste Gastgeber der Großveranstaltung sein. „Wir werden dort ein anderes Format haben“, erklärte Hölzl mit Blick auf die verkürzte Dauer. Dieses gelte es nun, in den nächsten Jahren zu erarbeiten. „Unser Turnfest wird nicht so groß sein wie das in Berlin, aber genauso begeisternd“, versprach Heiko Rosenthal, der Leipziger Sport-Bürgermeister. Dabei wartet auf die Teilnehmer ein Turnfest
der kurzen Wege, das im gesamten Stadtgebiet zu spüren sein soll. Die Lust darauf, hat DTB-Präsident Hölzl festgestellt, sei jetzt schon wieder vorhanden.