DOSB fördert zehn Stellen für Sport-Inklusionsmanager/innen!

Menschen mit Behinderungen in hauptberufliche Positionen in Sportverbänden und -vereinen zu bringen und die Inklusion weiterzuentwickeln, das sind die Hauptziele des Projektes „Qualifiziert für die Praxis – Inklusionsmanager/innen für den gemeinnützigen Sport“ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), gefördert durch das Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) aus Mitteln der Ausgleichsabgabe.

Für jeweils zwei Jahre werden mehr als 20 hauptberufliche Stellen als Sport-Inklusionsmanager/innen in Sportverbänden und Sportvereinen geschaffen, die von Menschen mit Schwerbehinderung besetzt werden. Elf Sport-Inklusionsmanager/innen sind bereits tätig. Sie arbeiten bundesweit in verschiedenen Sportorganisationen für mehr Inklusion im und durch Sport. Jetzt startet die zweite Phase des Projektes mit der Ausschreibung zur Bewerbung für die Sportorganisationen für weitere zehn Stellen, die zum 1. Juli 2018 besetzt werden sollen.

Der DOSB fühlt sich der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet, wie er in seinem von der Mitgliederversammlung 2013 verabschiedeten Positionspapier und seiner Strategieplanung auch deutlich dargestellt hat. Das Projekt soll daher neben der Umsetzung der Inklusion im Sport auch die Teilhabe im Arbeitsleben für Menschen mit Behinderungen verbessern. Die behinderten Arbeitnehmer/innen sollen im Themenfeld Inklusion aktiv sein und werden zusätzlich durch Qualifikationsangebote innerhalb des Sports weitergebildet. Zusätzlich sind sie Teilnehmende und wichtige Experten/innen in den beiden Lizenz-Fortbildungsmodulen zum Thema Inklusion, die innerhalb des Projektes im DOSB erarbeitet werden.

Besondere Expertise wird genutzt
Die Projektidee wurde von Anfang an von der DOSB-Arbeitsgruppe Inklusion, bestehend aus Vertreter/innen der Verbändegruppen, den Behindertensportverbänden und der Deutschen Sportjugend unter der Leitung von DOSB-Vizepräsidentin Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper, mitentwickelt und begleitet. Der Deutsche Behindertensportverband, der Deutsche Gehörlosen-Sportverband und Special Olympics Deutschland stehen zudem über die vierjährige Projektzeit beratend zur Seite und bringen ihre besondere Expertise ein.

Mit diesem Projekt und der Arbeitsplatzgestaltung für Menschen mit Behinderungen nutzt der gemeinnützige Sport besonders die Erfahrung der betroffenen Menschen. Sie werden als Expert/innen in eigener Sache zu organisatorischen und strukturellen Fragen sowie weiteren Bedürfnissen im Bereich der Menschen mit Behinderungen im Sport weiter qualifiziert und stehen deutlich für die Umsetzung des Mottos „Nichts über uns – ohne uns!“.

DOSB-Vizepräsidentin Gudrun Doll-Tepper sagt dazu: „Der Sport hat ein großes Interesse daran, Menschen mit Behinderungen die Teilhabe beim Sporttreiben und auch in der hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitwirkung zu ermöglichen. Die vielfältige Expertise der Sport-Inklusionsmanager/innen bereichert dabei die Umsetzung von Inklusion im und durch Sport.“

Zum Projektstart in die zweite Phase sind Sportverbände und Sportvereine zur Bewerbung aufgefordert: Vor Weihnachten werden die zehn beteiligten Vereine oder Verbände feststehen, die dann die Stellen für die Sport- Inklusionsmanager/innen zum 1. Juli 2018 ausschreiben können. Weitere Informationen unter www.dosb.de/sport-inklusionsmanager.