Ligasaison Gerätturnen männlich spannend bis zum Schluss

Turner stehen aufgereiht in einer Sporthalle
Turner bei Verkündung des Ergebnisses (Foto: Philip Schüller)

Altona gewinnt Landesliga, TGS Wanderup-Nord steigt auf und Oldesloe verteidigt Titel bei den Schülern

Ende November gingen die Turner zum letzten Mal in der Ligasaison 2025 an die Geräte. In drei Ligen waren 13 Mannschaften aus zwei Bundesländern und acht Kreisturnverbänden mit Turnern zwischen 10 und 39 Jahren am Start. Leider gingen sowohl der Rendsburger TSV in der Verbandsliga als auch TSV Bargteheide nicht im letzten Wettkampf an den Start. Bereits im ersten Wettkampf der Liga im Mai zeigten die Ergebnisse, dass manche Mannschaften eng beieinander liegen und um jeden Zehntel und Platz kämpfen werden. Dies bestätigte sich auch im zweiten Wettkampf im Oktober. Somit stand einem spannenden dritten Wettkampf in Elmshorn nichts im Wege. In all drei Ligen sollte sich erst jetzt herausstellen, wer die jeweilige Liga gewinnen wird. In der Verbandsliga kam es zudem zu einem spannenden Zweikampf um Platz drei.

In der höchsten Liga, der Landesliga, konnte sich schließlich der Altonaer TSV durchsetzen. Während am ersten Gerät sich die SV Friedrichsort als langjährige Titelverteidigerin noch mit einem Punkt an die Spitze setzte, kam für die Männer am Leuchtturm der Einbruch am zweiten Gerät, dem Pauschenpferd. Alle Friedrichsorter stürzten und büßten so über fünf Punkte auf Altona ein. Diesen Rückstand konnten sie nicht mehr aufholen, so dass die Hamburger Turner den Wettkampf und auch die Landesliga für sich entschieden. Für den Durchmarsch von der Verbandsliga in die Landesliga zum Titelgewinn mitverantwortlich war auch der ehemalige Kieler Turner Yumito Nishiura, der in der Einzelwertung als bester Sechskämpfer mit 78,00 Punkten überzeugte. Über die gesamte Saison konnte sich aber Jonathan Mannebeck aus Friedrichsort an die Spitze setzen. Er war der einzige Turner, der in allen Wettkämpfen an alle Geräte für seine Mannschaft ging. Dementsprechend wurde er auch mit einer kleinen Turnerfigur ausgezeichnet. Die gastgebende Mannschaft aus Elmshorn konnte in den Zweikampf nicht mehr eingreifen, zumal sie auch aufgrund von Verletzungen ersatzgeschwächt in den Wettkampf gingen.

Neben den Mannschaften aus Friedrichsort, Altona und Elmshorn dürfen 2026 auch die Turner der TGSV Nord-Wanderup in der Landesliga starten. Sie siegten in der Verbandsliga und sicherten sich so den Aufstieg. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung entscheiden sie in Elmshorn den Zweikampf mit der zweiten Mannschaft der SV Friedrichsort für sich. Spannung versprach auch der Zweikampf um Platz drei zwischen den Turnern aus Pahlhude und Oldesloe. Beide Mannschaften gingen jeweils nur mit drei Turnern an den Start, womit an jedem Gerät jede Wertung zählte und sie sich keine Streichnote leisten konnten. Bei Oldesloe startete ihr bester Turner Benedikt Schröder verletzungsbedingt nicht an allen Geräten. Jan-Philip Werner vom TSV Pahlhude zog sich leider am ersten Gerät, dem Sprung, bei seinem Tsukahara gehockt eine Fußverletzung zu. Mit zusammengebissenen Zähnen turnte er aber auch die weiteren Geräte und half seiner Mannschaft so auf Platz drei. Auf Platz fünf und sechs sortierten sich die Mannschaften aus Geesthacht und Rendsburg ein. Auch in der Verbandsliga wurde der beste Sechskämpfer über die gesamte Ligasaison geehrt: Lasse Lux von der SV Friedrichsort.

Bei den jüngsten Turnern in der Schülerliga waren die Plätze drei und vier bereits vor dem Wettkampf an Elmshorn und Bargteheide vergeben. Wer aber die Schülerliga für sich entscheiden würde, sollte sich erst jetzt zwischen den Turnern von der TGSV Nord-Wanderup und dem VfL Oldesloe herausstellen. Wie auch in der Landes- und Verbandsliga waren, jene Mannschaften, die den direkten Zweikampf hatten, jeweils in einer Turnriege und somit im direkten Vergleich. Nach vier Geräten hatten die beiden Mannschaften in der Schülerliga einen ausgeglichenen Wettkampf – es lagen gerade einmal 0,2 Punkte Differenz zwischen ihnen. An den Ringen und am Sprung entschieden dann aber die Turner aus Oldesloe den Wettkampf und die Saison für sich. So konnten sie den Titel und Wanderpokal verteidigen. Als bester Einzelstarter in der Schülerliga 2025 wurde Noah Einfeldt von der TGSV Nord-Wanderup geehrt.

„Es war eine tolle Saison, die bis zum Schluss spannend blieb. Klasse, war es, dass ich in zwei von drei Wettkämpfen auf zwölf Kampfrichter*innen zurückgreifen konnte; nicht eine Selbstverständlichkeit im männlichen Turnen im hohen Norden“, so Ligaobmann Arne Strickrodt. Er macht damit auch gleich Werbung für die Kampfrichterausbildung im Januar 2026, die er zusammen mit den A-Kampfrichtern Philip Schüller und Jona Jensen organisiert. „Das Miteinander unter den Turnern, Trainern und Kampfrichtern ist herausragend. Alle wollen ihre besten Leistungen zeigen, feuern sich gegenseitig an und haben vor allen Dingen Spaß“, ergänzt Strickrodt und charakterisiert die männliche Liga. Kein Wunder, dass erste Anfragen weiterer Mannschaften für die Saison 2026 bei ihm vorliegen.