Große Freude beim Heinkenborsteler SV, TSV Breitenberg und Großenasper SV!
Am 20./21. August waren die Aufstiegsspiele zur 2. Bundesliga geplant. Doch diese müssen aufgrund der Meldungen nicht gespielt werden. Nach dieser Entscheidug ist die Freude groß. Für alle drei Mannschaften wird es eine Premiere in der 2. Bundesliga werden.
Bei den Männern steigt die junge Mannschaft vom Großenasper SV in die 2. Bundesliga Ost der Männer auf. Nach dem erreichten 3. Platz in der SH-Liga freut man sich auf eine spannende Saiosn in der 2. Liga.
Großenasper SV
Der TSV Breitenberg (Landesmeister SH-Liga) und der Heinkenborsteler SV (Vize-Landesmeister SH-Liga) steigen beide in die 2. Bundesliga Ost der Frauen auf. Die junge Mannschaft vom TSV Breitenberg wagt endlich den Sprung in die 2. Bundesliga, da gehören die jungen Breitenbergerinnen auch hin. Auch die Damen des kleinen „HSV“ freuen sich sehr auf die 1. Saison in der 2. Bundesliga Ost. Dort möchte man den jungen Mannschschaften paroli bieten.
Die erste Frauenmannschaft des VfL Kellinghusen ist das Aushängeschild der Faustballsparte des Vereins. Seit 9 Jahren ist die Mannschaft fester Bestandteil der 1. Bundesliga.
Größter nationaler Erfolg war der Gewinn der deutschen Vizemeisterschaft in der Halle im Jahr 2019. Das war zugleich die beste Platzierung, die eine Faustball-Frauenmannschaft des VfL je erreicht hat.
Nun hat sich das junge Team zum zweiten Mal für das IFA World Tour Finale qualifiziert. Als eines von drei deutschen Teams treten die Frauen des VfL Kellinghusen bei den IFA World Tour Finals in Curitiba (Brasilien) an. Dort kämpfen die acht besten Teams der Welt um den höchsten Titel, den eine Vereinsmannschaft im Faustball erreichen kann.
Qualifizieren kann man sich neben den Plätzen als Titelverteidiger oder Kontinentalmeister über verschiedene Turniere, die im Laufe einer Saison ausgespielt werden.
Bei diesen Turnieren kann man, je nach Platzierung, entsprechende Punkte sammeln.
Diese Punkte werden zusammengerechnet und es wird ein Ranking zwischen allen weltweit teilnehmenden Vereinsmannschaften erstellt. Die Erstplatzierten füllen das Teilnehmerfeld auf 8 Teams auf und spielen dann beim World Tour Finale den Sieger aus.
Das Finale von 2019 wurde coronabedingt noch nicht ausgespielt und findet nun im Oktober 2022 statt. Aufgrund der Absage des Teams aus Neusiedl (Österreich) waren die VfL-Frauen im Ranking die nächsten Nachrücker. Mitte Juni bekam das Team die Anfrage und musste sich sehr zeitnah entscheiden. Einstimmig hat man sich dazu entschlossen, an diesem besonderen Event teilzunehmen und die weite Reise nach Brasilien anzutreten. Neben dem VfL Kellinghusen nehmen auf deutscher Seite der Titelverteidiger TSV Dennach und der Deutsche Meister TV Jahn Schneverdingen teil.
Es ist das erste Mal, in der jungen Geschichte der World Tour, dass das Finale in Südamerika ausgetragen wird. Die IFA 2022 Faustball World Tour Finals finden vom 6. bis 9. Oktober statt. Ausrichter ist der brasilianische Verein „Clube Duque de Caxias“.
Aufgrund der hohen Reisekosten freut sich das Team über jede finanzielle Unterstützung auf folgendes Konto: VfL Kellinghusen, DE60 2019 0109 0079 1219 61, GENODEF1HH4, Verwendungszweck: Faustball Brasilien. Bei Wunsch auf eine Spendenbescheinigung bitte eine Mail mit der Adresse an vemkevoss@icloud.com.
Fliegen nach Brasilien zum World-Tour Finale, der VFL Kellinghusen
Vom 29.-31.7.2022 findet in Vaihingen die Faustball EM der U21 und U18 statt. Zwei Spieler vom TSV Lola stehen im Kader der deutschen U21 Nationalmannschaft.
Mit Jannis Wethling und Hannes Himmelhan spielen am kommenden Wochenende 2 Spieler aus Schleswig-Holstein (TSV Lola) um den Europameistertitel mit der männlichen U21. Deutschland gilt als amtierender Europameister als Mitfavorit um den Titel. Ziel ist es natürlich den Titel erfolgreich zu verteidigen.
Foto: DFBL
Deutschland muss sich mit den Mannschaften aus Italien, Österreich und der Schweiz auseinandersetzen. Der Sieger der Vorrunde ist für das Finale gesetzt.
Hannes Himmelhan will den EM Titel verteidigen (Foto: Christian Kadgien)Jannis Wethlig für Team Deutschland (Foto: Christian Kadgien)
Zeitgleich findet auch die EM der U18 statt. Zum erstenmal spielen unsere Faustballfreunde aus Dänemark bei dieser EM mit. Die Spielpraxis haben die Dänen bei uns in Schleswig-Holstein sammeln können. Wir sind gespannt was die Dänen für Ergebisse erzielen.
Nach langer Pause konnte im Juni endlich wieder der Deutschland-Cup der Rhythmischen Sportgymnastik ausgetragen werden. In Dahn turnten die besten 80 Mädchen der Junioren- und Freien Wettkampfklasse die Titel aus. Auch 6 Mädchen aus Schleswig-Holstein hatten sich qualifiziert und konnten sich erstmals unter dem neuen Regelwerk mit der Konkurrenz aus ganz Deutschland messen.
In der JWK turnte Tessa Berg einen konstant tollen Wettkampf, durfte sich im Mehrkampf über den 3. Platz freuen und sich zusätzlich in allen drei Finals präsentieren. Ebenfalls für die Finals der besten acht qualifizierte sich Milena Knaus mit den Keulen und dem Ball, mit dem sie sich die Silbermedaille erturnte.
SHTV Gymnastinnen erfolgreich beim Deutschland-Cup
Auch Helena Döhler (Platz 28) und Noemi Dwenger (Platz 34) konnten sich im ersten Jahr in dieser Altersklasse qualifizieren und sammelten wichtige Wettkampferfahrungen.
In der FWK starteten Emilia Eggers und Karla Schmidt. Karla startete mit der Ballübung deutlich unter Ihren Möglichkeiten. Mit der Reifenübung und mit dem Band fand sie zu ihrer Form zurück und durfte sich auf die Finals der besten acht mit diesen Geräten freuen. Dort erreichte sie mit dem Reifen den 2. Platz und gewann mit ihrer ausdrucksstarken Bandübung die Goldmedaille!
Emilia konnte leider ihre tollen Leistungen vom Regio-Cup nicht wiederholen und belegte im starken Teilnehmerfeld den 28. Platz.
Das war leider kein gutes Wochenende für unsere Faustballer aus Schleswig-Holstein. Nur der TSV Lola in der 1. Bundesliga Nord Männer und der TSV Schülp in der 2. Bundesliga Ost der Frauen waren an diesem Tag unterwegs. Für beide Vereine ging es um den Klassenerhalt in den jeweilgen Ligen.
2. Bundesliga Ost Frauen
Die Frauen vom TSV Schülp mussten nach Wangersen reisen. Bei sehr heißen Faustballwetter hatte man den Klassenerhalt noch selbst in der Hand. Mit 2 Siegen konnte man sogar einen großen Sprung in der Tabelle machen. Im ersten Spiel gegen den MTSV Selsingen ging es auch gleich um die Wurst. Nur ein Sieg würde weiter Hoffnung auf den Klassenerhalt machen. In diesem Spiel lief es leider nicht gut für die Schülper. Trotz gutem Kampf und gutem Einsatz jeder Spielerin, ging das Spiel glatt mit 0:3 verloren (9:11, 5:11, 9:11). Nach dieser Niederlage konnte nur ein glatter Sieg gegen den Tabellenführer aus Wangersen den drohenden Abstieg noch verhindern. Doch an diesem Tag lief leider nichts zusammen beim TSV Schülp. Zwar konnte man dem Tabellenführer einen Satz abnehmen, doch das Spiel wurde mit 1:3 verloren (6:11, 10:12, 11:8, 11:9). Mit dieser Niederlage ist der Abstieg in die Schleswig-Holstein-Liga endgültig besiegelt.
Trotz dieses Abstiegs, und einer nicht so perfekten Saison, war die Stimmung in der Mannschaft sehr gut. Und man will im nächsten Jahr wieder angreifen.
1. Bundesliga Nord Männer
Der TSV Lola musste nach Leichlingen reisen, und auch hier musste ein Sieg her wenn man den drohenden Abstieg noch verhindern wollte! Das dieses ein sehr schwerers Spiel wird war allen klar. Mit nur 5 Spielern ist man angereist und wollte den Klassenerhalt perfekt machen. Auch von diesem Spieltag kann leider nicht positiv berichtet werden. Auch World-Games Sieger Rouven Kadgien konnte nicht die ausschlaggebende Impulse setzen um den TSV Lola auf die Siegerstraße zu bringen. An diesem Tag konnte man dem Leichlnger TV nicht paroli bieten. Am Ende ging das Spiel deutlich mit 5:1 an den Leichlinger TSV (11:9, 11:6, 9:11, 11:6, 11:8, 13:11), der damit den Klassenerhalt in letzter Sekunde geschafft hat. Mit dieser Niederlage beenden die Hohenlockstedter die Saison auf den 7. Platz und müssen in der nächsten Saiosn wieder in der 2.Bundesliga Ost angreifen.
Insgesamt ist man im Lager des TSV Lola mit der Saiosn nicht zufrieden, hatte man sich doch mehr von der 1. Saison im Faustball-Oberhaus versprochen. Aber die junge Mannschaft wird den Kopf nicht in den Sand stecken und diese Saison schnell abhaken und nach vorne schauen.
Spannender kann die Ausgangslage für beide Mannschaften kaum sein. Für beide Teams geht es um nicht weniger als den Klassenerhalt in der 1. Faustball Bundesliga Nord !!!
Rouven Kadgien wieder für den TSV Lola im Einsatz! (Foto: Christian Kadgien)
Die Vorbereitung auf dieses entscheidende letzte Bundesligamatch dieser Feldsaison lief beim TSV Lola bedingt durch die World Games, Urlaub und Krankheit eher spärlich ab. Jetzt hofft man im TSV Lager auf den zurückgekehrten World Games Sieger Rouven Kadgien. Zusammen mit Jannis Wethling, Kjell Butzke, Jonas Michaelis und Malte Schulz werden nur diese 5 Spieler die Reise ins Rheinland zum LeichlingerTV antreten. Max Alexander, Jan Schütz und Hannes Himmelhan fallen Urlaubsbedingt aus. Besonders der noch in den USA verweilende Hannes Himmelhan wird als Hauptzuspieler seinem Team fehlen.
Man darf gespannt sein wie der Minikader vom TSV dieses schwere Auswärtsspiel meistern wird.
Weitere Ausfälle dürfen sich die Hohenlockstedter auf jeden Fall nicht mehr leisten, will man im nächsten Jahr wieder in der 1. BL Nord auflaufen.
Der Leichlinger TV belegt aktuell den sechsten Tabellenplatz und erlebt eine sehr durchwachsene Saison. Nach dem Verletzungsbedingten Ausfall von Kapitän Christian Weber rückte Tobias Schaper, Angreifer der zweiten Mannschaft, ins Team und konnte trotz immer besser werdenden Leistungen keine Zähler fürs Team verbuchen. Nach Wiedergenesung von Christian Weber erstand der Leichlinger TV mit drei Siegen wie ein Phoenix aus der Asche wieder auf und konnte zuletzt gegen die direkte Konkurrenz drei Siege in Serie verbuchen.
„Nach der hauchdünnen Niederlage im Hinspiel (5:4) sind wir alle hoch motiviert es besser zu machen als im Hinspiel und uns mit einem Heimsieg den Klassenerhalt zu sichern. Wir sind gut drauf und arbeiten im Training an den letzten Kleinigkeiten. Wir freuen uns und hoffen auf jede Menge Zuschauer beim letzten Heimspieltag der Saison!“ fasst Zuspieler Maximilian Hoverth zusammen.
Der Kader der Leichlinger wird zum Saisonhighlight erstmalig vollständig sein.
Der Gegener vom TSV Lola, der Leichlinger TV
Ein Fragezeichen steht lediglich hinter dem Einsatz von Angreifer Tobias Schaper (Außenband) und Pascal Humpa (Rückenprobleme).
Textpassagen Homepage Leichlinger TV und Christian Kadgien
Das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen dem Schleswig-Holsteinischen Turnverband (SHTV) und dem Landessportverband (LSV) ist das niederschwellige Angebot der Ausbildung zum „Bewegungs-Coach im Eltern-Kind-Turnen (EKT)“. Landesweit bieten die Kreisturnverbände den eintägigen Lehrgang an, der seinen Abschluss mit einem zweiten Seminartag in der Landesturnschule in Trappenkamp am 19. November haben wird.
Auch der Kreisturnverband Steinburg organsierte eine Halle, um Interessierten dezentral ein Angebot machen zu können. 17 Teilnehmende aus zehn Vereinen des Kreises und zwei „Starterinnen“ für den Dorfkindergarten Heiligenstedtenerkamp waren zu Gast in der Sporthalle in Münsterdorf, um unter Anleitung der ehemaligen Landes- und Bundeskinderturnwartin Heidi Lindner, tatkräftig unterstützt durch Stina Schwarz, Mitglied im Referententeam der Turnerjugend Schleswig-Holstein, ihre „ersten Schritte“ auf dem Weg zum Bewegungs-Coach zu gehen.
Die Vorsitzende des KTV Steinburg, Maren Schümann, freute sich in ihrer Begrüßung nicht nur über die große Teilnehmerzahl. Auch die unkomplizierte Mithilfe des Münsterdorfer SV machte diesen kurzfristig einberufenen Lehrgang möglich.
Nach kurzer Vorstellung der beiden Referentinnen ging es dann auch gleich ans „Eingemachte“. Begrüßungs- und Abschiedsrituale sind im EKT essentiell wichtig. Aber auch die richtige Absicherung der aufgebauten Geräte, der Umgang mit Elternwünschen und vieles mehr, waren Themen in dieser siebenstündigen Kompaktausbildung. Ausprobieren, diskutieren, Erfahrungsaustausch und immer wieder praktische Übungen rundeten diesen gelungen Tag ab.
Für jeden Teilnehmenden gab es einen „Bewegungskalender“, gestiftet von der Unfallkasse Nord. Er enthält jede Menge praktischer Tipps für spannende und sichere Geräteaufbauten, die die Teilnehmenden gleich in der Praxis in den Vereinen und Kitas nutzen können.
Nun freuen sich die Teilnehmenden auf den Seminartag in Trappenkamp. Während sie weiter an ihrer Befähigung zum „Bewegungs-Coach“ arbeiten, werden mitgereiste Familienmitglieder durch Angebote der Turnerjugend Schleswig-Holstein betreut. Das Angebot beider Tage ist – dank der finanziellen Unterstützung durch den LSV – kostenlos. Der Höhepunkt dieser zwei Tage wird dann sicherlich die Übergabe der Motivationsbox und das Zertifikat für alle Teilnehmenden sein.
Aktive Eltern, Erzieher*innen oder pädagogische Fachkräfte, ehemalige Übungsleiter*innen oder aktive EKT-Übungsleiter*innen, die mindestens noch eine weitere interessierte Person mitbringen, die diesen Lehrgangstag im Kreis Steinburg verpasst haben, haben die Möglichkeit, das Angebot in einem anderen Kreisturnverband anzunehmen. Die Lehrgangsinhalte sind in allen Kreisen identisch, so dass zum gemeinsamen Seminartag in Trappenkamp alle Teilnehmenden auf dem gleichen Stand sind.
Weitere Informationen zu Seminartagen im Land finden sich hier: www.shtv.de/ekt
Am Wochenende findet nur ein ganz kleines Programm im Feldfaustball statt. Aber das hat es in sich.
In der 1. Bundesliga Nord der Männer muss der TSV Lola beim Leichlinger TV einen Sieg einfahren um den Klassenerhalt zu sichern. Spielbeginn ist am 24.7 um 14 Uhr!
Nicht weniger spannend wird es in der 2. Liga Ost der Frauen. Dort muss der TSV Schülp nach Wangersen reisen, um dort gegen den MTV Wangersen und MTSV Selsingen anzutreten. Gegen den Tabellennachbarn aus Selsingen muss ein Sieg her. Solte man beide Spiele mit 3:0 gewinnen macht man noch einen großen Schritt in der Tabelle.
Rouven Kadgien gewinnt mit dem Team Deutschland das World Games Finale 2022 !!!!
Wegen eines Gewitters fand der erste Faustball Frauen Final in der Geschichte der World Games mehr als drei Stunden später als geplant statt.
Birmingham (DFBL / Sönke Spille). Welch ein historischer Erfolg: Als erstes Faustball-Frauenteam hat Deutschland den World Games-Titel gewonnen. Bei der ersten Austragung des Frauen-Wettbewerbs setzte sich die deutsche Mannschaft trotz 0:2-Rückstand am Ende mit 4:2 (6:11, 9:11, 11:5, 11:5 11:8, 12:10) gegen die Schweiz durch.
Keine zwei Stunden später war der Berylson Park im Birmingham Southern-College dann fest in deutscher Hand. Kurz nach den Frauen gewann auch das Männerteam gegen die Schweiz (11:5, 4:11, 15:14, 11:8, 11:6) und bejubelte die Goldmedaille – nach 2013 und 2017 zum dritten Mal in Folge.
Foto: Uwe Spille DFBL
Auf 2013 und 2017 folgt 2022
Den dritten World Games Titel in Folge verbuchte das deutsche Männerteam.
Angeführt von Kapitän Fabian Sagstetter, der im Endspiel sein 100. A-Länderspiel bestritt, erwischte der Titelverteidiger einen Start nach Maß, geriet im zweiten Satz aber mächtig in Bedrängnis. Insbesondere Angreifer Raphael Schlattinger, sonst im Dienste des Süd-Bundesligisten TSV Calw, bereitete der deutschen Defensive Kopfzerbrechen. Nach dem 1:1-Ausgleich war im dritten Abschnitt hätte das Spiel dann in beide Richtungen kippen können. Doch beim Stand von 14:14 bewies Deutschlands Top-Angreifer Patrick Thomas seine Nervenstärke – und punktete mit einem Ass.
Kapitän Fabian Sagstetter Foto: Uwe Spille
Die 2:1-Führung war die Vorentscheidung. „Wir sind alle so froh, die Goldmedaille gewonnen zu haben“, strahlte Felix Klassen nach der Siegerehrung mit der Goldmedaille um den Hals: „Wir haben uns damit gemeinsam für ein tolles Turnier belohnt.“
Birmingham ( DFBL / Sönke Spille ). 2013, 2017, 2022: Zum dritten Mal in Folge haben die deutschen Faustballer den Titel bei den World Games gewonnen. Im amerikanischen Birmingham setzte sich die Mannschaft von Trainer Olaf Neuenfeld im Endspiel mit 4:1 (11:5, 4:11, 15:14, 11:8, 11:6) gegen die Schweiz durch. Knackpunkt war der dritte Satz, den die deutsche Mannschaft hauchdünn mit 15:14 gewann. Mit dem Titelgewinn der deutschen Frauen war der Berylson Park im Birmingham Southern-College somit fest in deutscher Hand.
Das letzte Spiel des Faustballturniers bei den World Games steht bevor.
Und ins Männer-Endspiel startet das deutsche Team gegen die Schweiz neben Patrick Thomas und Nick Trinemeier mit Jonas Schröter, Ole Schachtsiek (Abwehr) – und Fabian Sagstetter. Der Kapitän bestreitet in diesem Endspiel sein 100. Länderspiel für den deutschen A-Kader.
Der erste Punkt in dieser Partie gehört aber der Schweiz – danach ist es dann bis zum 8:2 fast ausnahmslos die deutsche Mannschaft am Zuge. Die Abwehr steht sicher, vorne präsentiert sich Patrick Thomas in hervorragender Fassung. Ein wenig kommt die Schweiz noch heran – doch innerhalb kürzester Zeit werden bereits die Seiten gewechselt.
Solch einen Durchmarsch wie im ersten Satz gibt es aber nicht die gesamte Partie. Das bekommt die Neuenfeld-Fünf mit Beginn des zweiten zu spüren. Die Eidgenossen sind jetzt besser im Spiel, führen mit 5:3 und zwingen das deutsche Trainerteam zur Auszeit. Die Serie der Schweizer unterbinden sie dadurch nicht (8:3), stattdessen wird auf Deutscher Seite gewechselt – und das gleich auf allen fünf Positionen. Der Schweizer Satzgewinn ist damit aber nicht abzuwenden.
Ein deutlicher Satz für Deutschland, einer für die Schweiz. Mit Spannung wird nun Durchgang drei erwartet. Und der startet mit leichten Vorteilen für das Team in Schwarz (4:2). Doch die Freude wehrt nur kurz. Angeführt von einem bärenstarken Raphael Schlattinger marschiert die Schweiz vorbei am Titelverteidiger (6:4), Neuenfeld nimmt Auszeit. Das Team von Oliver Lang beeindruckt, wie so oft, mit vielen Rettungsaktionen, lässt Deutschland somit immer wieder aufs Neue anlaufen – und schlägt dann oftmals selber zu. Beim Stand von 6:8 wechselt Deutschland, bringt mit Philipp Kübler einen neuen Mann für die linke Abwehrseite. Der Teamkollege und Schwager von Nati-Angreifer Schlattinger muss sich in den ersten Bällen aber ebenfalls geschlagen geben (7:9), findet dann aber besser zurecht. Trotzdem hat die Schweiz zwei Satzbälle, die das deutsche Team aber abwehrt. In der Satzverlängerung geht es dann Hin und Her. Mal führt Deutschland, dann wieder die Schweiz. Beim 14:14 steht Patrick Thomas bei der Angabe – und punktet über Raphael Schlattinger.
Satz vier startet so, wie der dritte aufgehört hat. Thomas punktet aus der Angabe. Für staunende Blicke sorgt kurz darauf sein Nebenmann Trinemeier, als er aus vier Meter den Ball seitlich auf die Linie spielt – im Dreimeterraum. Im Zusammenspiel mit zwei Eigenfehlern von Schlattinger führt der Titelverteidiger 4:3. In diesem Satz kommt auch Farbe ins Spiel. Nach einem „Leine-Ruf“ von der deutschen Bank sprintet Rebsamen auf die deutsche Seite – und wird vom brasilianischen Referee Jose Luis Eltz mit der gelben Karte verwarnt. Sportlich gesehen fällt eher Deutschland auf. Kurz gespielte Bälle veranlassen Oli Lang zum Handeln, Rico Strassmann ersetzt Silvan Jung. Drei Satzbälle gibt es für Deutschland trotzdem (10:7). Den zweiten verwandelt Thomas – mit einem Kurzen.
10 Minuten Pause gibt es noch einmal, ehe Satz fünf startet. Und das sehr erfolgreich für die deutsche Mannschaft. Kurze Bälle sind das Mittel der Wahl und bringen Deutschland schnell mit 6:1 in Führung. Damit ist die schweizer Gegenwehr gebrochen (9:3). Zwar markieren sie noch drei Punkte, dann ist Thomas über die rechte Seite erfolgreich – Matchball. Die Angabe von Rebsamen ist kein Problem für Kübler, Sagstetter legt auf für Trinemeier – und der zaubert noch einmal mit einem Winkelball.
Deutschland – Schweiz ( 11:5, 4:11, 15:14, 11:8, 11:6 )
Für Deutschland spielten: Patrick Thomas, Nick Trinemeier, Fabian Sagstetter, Ole Schachtsiek, Jonas Schröter, Philip Hofmann, Rouven Kadgien, Tim Albrecht, Philipp Kübler, Felix Klassen.
Die Landesmeisterschaften der Turnerinnen im Breitensport wurden am 25.+26. Juni in der Bargteheider Sporthalle der Dietrich-Bonhoeffer-Schule ausgetragen. Am Samstag gingen 76 P-Stufen Turnerinnen aus ganz Schleswig-Holstein an den Start. Der Kreis Stormarn meldete acht Kreismeisterinnen der Altersklassen 2005 bis 2013.
Das beste Ergebnis mit einer Tageshöchstnote von 67,85 Punkten erzielte die Athletin Sophia Oberhauser vom TSV Glinde. An den Geräten Sprung, Stufenbarren und Boden turnte sie die höchste Schwierigkeitsstufe ihrer Altersklasse mit fast perfekten Ergebnissen. Am Schwebebalken entschied sie sich für eine leichtere Übung, die sie aber sauber vortragen konnte und ihr den Gesamtsieg im Jahrgang 2009 brachte.
Den zweiten Stormarner Sieg mit fast genauso vielen Punkten (67,60) konnte im Jahrgang 2010 Johanna Reinecke vom TSV Bargteheide erzielen. Ihr Schwerpunkt waren der Schwebebalken, den sie bravourös ohne Sturz durchturnte und der Boden, wo sie nur 5/10 Punkte Abzug für Ausführung in Kauf nehmen musste. Als nächstes Ziel für 2023 hat sich Johanna die Leistungsklasse LK (Kür) gesetzt.
Auch die Vereinskameradin Merle Lampe (Jg. 2012) konnte sich über eine Goldmedaille freuen. Mit einer super vorgetragenen Reckübung und am Zitterbalken gelangen ihr die höchsten Wertungen in ihrer Altersklasse.
Den Bargteheider Medaillenreigen machten Lana Rentz (Jg. 2011) mit Silber und Pauline Niemand (Jg. 2013) mit Bronze perfekt.
Bei Zoe Gentz (Jg. 2008) vom SV Preußen Reinfeld wurde der Überschlag halb-rein/halb-raus nicht anerkannt. Ihr wurde vorgeschlagen einen Überschlag mit einem Abzug von einem Punkt vom Ausgangswert zu turnen. Um eine gute Wertung zu erhalten, entschied sie sich für den leichteren Sprung. Das kostete Zoe zwar den Sieg, aber über den zweiten Platz freute sie sich auch.
Turnerin Mia Burg vom VfL Tremsbüttel belegte im Jahrgang 2007 den siebten Platz und Marie Blencke vom TSV Glinde im Jahrgang 2005 den sechsten Platz.
Am Sonntag starteten nur 45 Turnerinnen in den Leistungsklassen LK Kür, davon drei Stormarnerinnen. Wegen Krankheit fielen Jamie Lautenbach (TSV Bargteheide) und Lara Lisann Benesch (TSV Trittau) aus.
In der LK 2 setzte sich Julia Zielke (Jg. 2008) vom TSV Bargteheide mit gleichbleibend sauber vorgetragenen Übungen an die Spitze. Vor allem zeigte sie am Schwebebalken eine grandiose Übung, die ihr den Sieg brachte.
Bargteheiderin Emily Abel verpasste mit nur 1/10 Punkten den Meistertitel. Sie hatte sich gegenüber den Kreismeisterschaften im Mai sogar um über einen Punkt verbessert, aber konnte den Sieg von Emily Stümpfel vom TSV Schwarzenbek nicht einholen und musste sich mit Silber zufriedengeben.
Als dritte Stormarner Turnerin konnte Marie Ailland (Jg. 2011) eine Silbermedaille für sich verbuchen.
Für die Stormarner Turnerinnen war das an beiden Tagen ein gelungener Wettkampf, denn von elf Teilnehmerinnen erzielten neun Podiumsplätze.
Johanna Reinecke, TSV Bargteheide
v.l. Lana Rentz, Marie Lampe, Pauline Niemand, Johanna Reinecke
Siegerehrung Zoe Genz, SV Preußen Reinfeld
Sophia Oberhauser
Julia Zielke
Marie Ailland, TSV Trittau
v.l. Emily Abel, Marie Ailland, Julia Zielke
Emily Abel
Kreisturnverband Stormarn e. V., Pressewartin Irmgard Pötschick, i.poetschick@gmx.de
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