Trampolin: Absage LM Nachwuchs + Leistungsvoraussetzungstest

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Der SHTV Fachausschuss Trampolin hat aufgrund der dynamischen Entwicklung der Pandemie und den Appellen zur Kontaktreduzierung die kommenden Veranstaltungen abgesagt:

  • Landesmeisterschaften Nachwuchs am 04.12.2021
  • Leistungsvoraussetzungstest am 11. und 12.12.2021

Bleibt gesund.

Absage LM Seniorinnen 2021

Im Hinblick auf das Infektionsgeschehen wurde der Wettkampf abgesagt. Wir hoffen sehr, dass es nächstes Jahr besser wird und dann auch wieder eine größere Gruppe an Turnerinnen teilnehmen kann.

Bleibt gesund.

SHTV-Trampolinturnerinnen bei den Jugendweltmeisterschaften – sei live online dabei!

Wie viele von Euch wissen, treten Anastasia Heinrich und Imani Saprautzki vom Norderstedter SV in Baku gegen die besten der Welt ihrer Altersgruppe auf dem Doppelminitrampolin an.

Ihren Wettkampf bestreiten die beiden am kommenden Sonntag, dem 1. Advent.

Schalte dich live in das Ereignis rein: https://gymtv.online/user/playlist/

Vorkampf: 07:45 Uhr – 09:15 CET (10:45 – 12:15 Uhr Ortszeit Baku)
Finale: 14:05 – 14:45 CET (17:05 – 17:35 Uhr Ortszeit Baku)

Wir wünschen den beiden noch weitere gute Trainingseinheiten und für Sonntag die erforderliche Portion Glück und viel Freude beim Wettkampf.

Sabine Abrat
Abteilungsleiterin Trampolin

TSV Bargteheide – Erster Liga-Wettkampf der Jungs

Einen Tag nach den Mädchen hatten auch die Jungs ihren ersten Liga-Wettkampf. Es waren insgesamt nur vier Mannschaften am Start, von denen Elmshorn und Friedrichsort 1 für die Landesliga (LK1) und Friedrichsort 2 und Bargteheide für die Verbandsliga (LK2) gemeldet waren. Die anderen Vereine waren noch nicht bereit, schon einen Mannschaftswettkampf zu turnen.

Auf dem Mannschaftsbild v.l.: Mathis, Björn Olk, Jorris Kieling und Rico Rönicke.
Am Reck: Rico und Mathis
Ringe: Mathis und unten Jorris

Wie bei den Mädchen konnte man in diesem Jahr frei entscheiden, in welcher Wettkampfklasse man starten will. Leider war die Mannschaft des TSVB sehr geschrumpft, da die beiden Oldesloer Turner, die mit Bargteheide eine Startgemeinschaft bilden, verletzt und krank waren und auch Ole wegen einer Knieverletzung nicht an den Start gehen konnte. So musste dann Youngster Rico Rönicke (11J) seinen ersten Kür-6-Kampf bestreiten, den er wirklich gut meisterte. Er schaffte die Barrenübung erstmalig ohne Zwischenschwung und Pauschenpferd ohne größeren Patzer. Auch Björn Olk (44) musste so noch wieder an die Geräte und konnte einige solide Punkte am Pauschenpferd und Barren einbringen.  Jorris Kieling (15) turnte ebenfalls einen kompletten 6-Kampf und konnte insgesamt mit seinen Leistungen zufrieden sein. Vor allem zeigte er erstmalig einen Strecksalto aus der Riesenfelge am Reck. Auch Mathis Kieling (19) präsentierte ein neu gelerntes Teil: Tsukahara am Sprung. Und sogar in den Stand! so hat er es seiner Schwester gleichgetan, die am Vortag ebenfalls erstmalig diesen Sprung zeigte.

Nach den sechs Geräten lag Bargteheide deutlich vor Friedrichsort 2, aber die Mannschaften in der Landesliga waren doch in Summe noch etwas besser, so dass die Entscheidung, ein Klasse tiefer zu starten, um auch Rico, Luc und Benedikt einen Ligaeinstieg zu ermöglichen, richtig war.

Frauke von Seelen

Auf dem Mannschaftsbild v.l.: Mathis, Björn Olk, Jorris Kieling und Rico Rönicke.

Am Reck: Rico und Mathis

Ringe: Mathis und unten Jorris

 

DTB-Präsident Hölzl mit Impf-Appell: Präsidium empfiehlt dringend 2G-Regelung für Erwachsene im Sport

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Das Präsidium des DTB hat sich dazu entschlossenen, eine dringende Empfehlung für seine bundesweiten Turn- und Sportvereine abzugeben. Bei erwachsenen Sportler*innen sowie Trainer*innen und Übungsleitenden im Bereich des Outdoor-Sports wünschen wir uns die 2G-Regelung (= geimpft oder genesen) und für den Indoor-Sport die 2G+ Regelung (= geimpft oder genesen und negativer Schnelltest) ab sofort einzuführen.

Für Kinder (unter 12 Jahren) und Jugendliche (12-18 Jahre) empfehlen wir ebenfalls dringend, dass der Sport unter Beachtung der Hygienebedingungen und in Verbindung mit regelmäßigen Tests grundsätzlich sowohl im Außenbereich als auch in der Halle möglich ist.
„Wir sind uns sicher, dass wir mit diesen zusätzliche Schutzmaßnahmen, verbunden mit steigenden Impfzahlen, in der Lage sind, den Sportbetrieb in Deutschland am Laufen halten zu können und gleichzeitig die Pandemie in den Griff zu bekommen. Daher noch mal mein Appell an alle, bleibt dem Sport treu, wendet die Schutzmaßnahmen an und lasst Euch impfen!“

Euer Alfons Hölzl

Sportvereinskultur als Immaterielles Kulturerbe

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Die Deutsche UNESCO-Kommission hat die „Gemeinwohlorientierte Sportvereinskultur” in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Auch die Abnahme des Deutschen Sportabzeichens gehört für viele Vereine zum festen Bestandteil des Vereinslebens. Foto: Treudis Naß
Auch die Abnahme des Deutschen Sportabzeichens gehört für viele Vereine zum festen Bestandteil des Vereinslebens. Foto: Treudis Naß
Positive Nachrichten sind in diesen Tagen ein eher rares Gut. Umso größer ist die Freude, dass die Deutsche UNESCO-Kommission die „Gemeinwohlorientierte Sportvereinskultur” in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen hat. Damit wird die großartige gesellschaftliche Leistung der rund 90.000 Sportvereine auf eine besonders wertvolle Art und Weise gewürdigt. Dies ist in diesen schwierigen Zeiten ein Mutmacher, der alle anspornt, alles dafür zu tun, diese „ausgezeichnete Kultur“ auch in Zeiten der Pandemie sowie darüber hinaus in all seiner Vielfalt zu erhalten.

Mit der Auszeichnung als „Immaterielles Kulturerbe“ wird in ganz besonderer Weise die Arbeit der Millionen von ehrenamtlichen Menschen anerkannt, die tagtäglich mit ihrem Engagement dazu beitragen, dass die Sportvereine seit inzwischen mehr als 200 Jahren sich kontinuierlich entwickeln und allen gesellschaftlichen Umbrüchen, Kriegen, Veränderungen und Pandemien getrotzt und sie mit viel Kreativität und Innovationskraft überwunden haben. Um dieses Engagement sichtbar werden zu lassen und angemessen zu würdigen, hatte der DOSB die Bewerbung auf den Weg gebracht.

Nun hat das Expertenkomitee vor allem „die breitenkulturelle Gemeinwohlorientierung“ herausgehoben und dabei explizit darauf hingewiesen, dass die Sportvereine „ein Lernort für gesellschaftliche Wertevermittlung“ sind. Die Sportvereine prägen das gesellschaftliche Leben in Deutschland und bieten vielfältige Möglichkeiten der Partizipation bis hin zu ehrenamtlicher und zivilgesellschaftlicher Teilhabe.

Hingewiesen wurde u.a. auch auf den integrativen Charakter der Sportvereine, der auf dem generationenübergreifenden Angebot, dem bürgerschaftlichen Engagement, lokaler Identifikationsmöglichkeiten und sozialer Interaktion beruhe. Das Komitee hob aber auch hervor, dass in der Bewerbung kritische Faktoren wie Leistungsdruck und Doping thematisiert und entkräftet wurden. Eine Auszeichnungsveranstaltung soll entsprechend der gesundheitspolitischen Lage Mitte bis Ende 2021 stattfinden.

(Quelle: DOSB)

2. Regionalligawettkampf im olympischen Gerätturnen

Beim 2. Regionalligaentscheid am 7. November in Heidelberg landete der SV Großhansdorf wieder auf dem 5. Rang. Emma Biemann, Sofia Freire Mendes, Lynn Schwäke, Lina Ornowski, Sherin Mari, Amelie Wermke, Merle Ruff und Rebecca Schönbeck freuten sich sehr, da sie am Schwebebalken 4 Punkte mehr, als beim ersten Wettkampf erturnten und nur 1,2 Punkte zum 3. Platz fehlten.

„Beim letzten Wettkampf am 20. November in Wüllen wollen wir noch mal alles geben und noch besser turnen“, sagt Lynn auf dem Rückweg. Der Klassenerhalt ist auf jeden Fall schon mal gesichert.

Eike Biemann

Regionalliga im olympischen Gerätturnen

„Die Atmosphäre beim Wettkampf war toll und ich freue mich so, dass endlich die Ligawettkämpfe auf Bundesebene wieder stattfinden,“ kommentiert Sofia den 1. Regionalligawettkampf nach fast zweijähriger Pause.

Der SV Großhansdorf hatte den Startplatz des TSV Kronshagen in 2020 übernommen. Aus Kostengründen hatte Kronshagen auf einen weiteren Start verzichtet. Wer aus dem Team weiter mitturnen wollte, wurde in das Großhansdorf Team übernommen. Komplettiert wurde die Mannschaft durch weitere Turnerinnen aus Schleswig-Holstein, die gerne überregional turnen möchten. Am 3. Oktober trafen sich 8 Turnerinnen, 2 Trainer, 2 Kampfrichter und 1 Schlachtenbummler um 7.23 Uhr am Hamburger Bahnhof, um gemeinsam mit dem Zug nach Mannheim zu fahren. Lynn Schwäke, Rebecca Schönbeck, Emma Biemann, Sabrina Proemmel, Sofia Freire Mendes, Amelie Wermke, Merle Ruff und Jule Maxeiner freuten sich an einem „großen“ Wettkampf teilzunehmen. „Die Stimmung war mega und es ist ein unbeschreibliches Gefühl ein Teil von einem so großen Wettkampf sein zu dürfen,“ berichtet  Rebecca begeistert nach dem Wettkampf.

Am Samstag fand in derselben Halle die 1. und 2. Bundesliga statt, am Sonntag vormittag die 3. Bundesliga und am Nachmittag die Regionalliga Nord. „Ich finde es beeindruckend meine Füße auf den Schwebebalken gesetzt zu haben, den am Vortag Pauline Schäfer beturnt hat, die jetzt zur WM fährt,“ sagt Sabrina. „Das Miteinander war toll und die Atmosphäre hat uns sehr gut gefallen,“ ergänzen Merle und Amelie. Lynn Schwäke, die als einzige schon mal in der Regionalliga, sowie der 3. Bundesliga geturnt hat, freute sich, bekannte Gesichter zu treffen und endlich mal wieder an einem größeren Wettkampf teilnehmen zu dürfen.

Am Stufenbarren begann für die Großhansdorferinnen der Wettkampf und mit dem drittbesten Ergebnis waren die „jungen Damen“ mehr als zufrieden. Leider klappte es am Schwebebalken nicht so gut, da gab es leider zu viele Stürze. Nur Jule blieb ohne Sturz an diesem Gerät.  Am Boden war unser Team das einzige, in dem zwei Turnerinnen einen Doppelsalto rückwärts turnten (Lynn und Amelie). Dadurch erreichten wir auch hier das drittbeste Ergebnis. Am Sprung erturnte Lynn mit ihrem hohen Überschlag mit anschließendem Salto vorwärts die Tageshöchstnote von 12,95 Punkten, hier reichte es zum fünftbesten Ergebnis.

Insgesamt wurde es der 5. Platz mit 163,65 Punkten. Es siegte der TV Moselweiß mit 172,30 Punkten vor dem TSV Buchholz (172,15 Punkte) und der TG Main-Rhein (168,00 Punkte).

Zum nächsten Wettkampf am 7. November werden Lina Ornowski und Sherin Mari das Team in Heidelberg unterstützen. Sabrina und Jule haben sich für den Deutschland-Cup am 6. November in Paderborn qualifiziert und werden vermutlich von dort nicht weiter nach Heidelberg reisen.

Eike Biemann

Endlich wieder Ligaturnen

Nach fast 2 Jahren Pause starteten endlich wieder die Ligawettkämpfe im Gerätturnen. Den Auftakt machte die Oberliga, die am 25. September in Bargteheide den 1. Wettkampf bestritt. Neu in 2021 ist, dass die Ligawettkämpfe nicht mehr zentral organisiert und durchgeführt werden, sondern vier einzelne Ligen eigenständig ihre Wettkämpfe durchführen. In diesem Jahr gibt es auch keine Auf,- und Abstiege, da coronabedingt viele Vereine erst seit kurzem wieder trainieren dürfen. Manche immer noch nicht mit dem vollen Umfang.

In der Oberliga wird die olympische Kür geturnt. Insgesamt waren 8 Mannschaften angereist: TSV Kronshagen, Elmshorner MTV, Blau-Weiß 96 Schenefeld, TSV Uetersen, VfL Pinneberg, TC Hamburg, SV Großhansdorf und der gastgebende TSV Bargteheide.

In jedem Team durften bis zu 8 Turnerinnen zum Wettkampf antreten, 5 starteten am Gerät wobei die besten 3 Wertungen ins Ergebnis eingingen. Schön war, dass in allen Teams erwachsene, sowie junge Turnerinnen zusammen turnten.

Den Sieg heimsten sich die Turnerinnen des TSV Kronshagen (126,40 Punkte) ein, die an drei Geräten sogar nur zu dritt an den Start gingen. Lynn Schwäke, Antonia Drews und Karlotta Hinzmann turnten einen nahezu fehlerfreien Wettkampf. Komplettiert wurde das Sieger-Team von Maya Beissel, die verletzungsbedingt leider nur am Boden turnen konnte. In der Einzelwertung siegte Lynn mit 44,85 Punkten, Antonia und Karlotta wurden 7. + 8. (40,85 und 40,70 Punkte). „Ich habe am Boden den Doppelsalto weggelassen, da hier in Bargteheide eine „alte“ Fläche liegt, die nicht so gut springt“ erklärt Lynn ihr „niedrige“ Bodenwertung.

Der 2. Platz ging an den TC Hamburg mit Jasna Ruge, Janna Rosentreter, Alena Tefiki, Louise Paulet, Federica Pisano Adalie l’Orange-Jividen und Milla Michaelis, die neuerdings dem SHTV angeschlossen sind, mit 124,85 Punkten. Jasna wurde mit 44,10 Punkten zweite In der Einzelwertung. Mit 11 Jahren eine der jüngsten Starterinnen erreichte Alena mit 40,95 Punkten den 6. Platz.

Blau-Weiß 96 Schenefeld landete mit 121,70 Punkten auf dem 3. Rang. Kira Milewski, Rebecca Schönbeck, Amelie Wermke, Merle Ruff, Marieke Weiß, sowie Lale Rösener waren am Boden die stärkste Mannschaft. In der Einzelwertung erreichte Merle mit 41,35 Punkten den 5. Platz.

Die Turnerinnen des SV Großhansdorf Emma Biemann, Sofia Freire Mendes, Selina und Nele Julian, sowie Jule Maxeiner freuten sich über den 4. Platz mit 118,80 Punkten. „Es war schön, nach fast 2 Jahren Pause wieder einen Wettkampf zu turnen“, erzählt Selina nach der Siegerehrung. Der TSV Bargteheide mit Sherin Mari, Linnea Kieling, Annika Schiller, Mailin Rönicke und Julia Kalski wäre eigentlich direkt dahinter gelandet, leider fehlte Linnea ein Element am Stufenbarren, so dass sie einen Abzug von 4 Punkten in Kauf nehmen musste und das Team somit auf den 7. Rang rutschte (114,70 Punkte). „Das passiert uns nie wieder“, berichtet Trainer Axel Roeser zerknirscht, „ich dachte, Aufbücken ist ein Element am Stufenbarren“. Mailin landete mit 41,90 Punkten auf dem 4. Platz in der Einzelwertung.

Rang 5 erreichte mit 117,60 Punkten der TSV Uetersen mit: Lisa Ann Brinke, Naomi Grickschas, Maja Reimann, Helena Markmann, Daja Lajewski, Luciana Abroszat und Karina Haag. Lisa Ann erturnte sich mit 40,90 Punkten zusammen mit Sofia den 9. Platz.

Die Pinneberger, die erst seit vier Wochen wieder in ihrer Halle trainieren dürfen, zeigten starke Übungen, allen voran Vivien, die mit 42,15 Punkten den 3. Platz in der Einzelwertung erzielte. Nadine Gehrke, Vivien Knutzen, Sina und Finja Thormählen, Janna Müller, Levke Sender und Francis Peek zeigten dass man sich mit Fitnesstraining fithalten und 117,50 Punkte turnen kann.

Auf dem 8. Rang landete der Elmshorner MTV mit Mila Thon, Johanna Le, Jana Teichmann, Julia Böwig und Johanna Schmidt (104,45 Punkte).

Alle Turnerinnen waren glücklich, endlich wieder einen Mannschaftswettkampf turnen zu dürfen. „Mir machen Mannschaftswettkämpfe viel mehr Spaß. Bei Einzelwettkämpfen ärgere ich mich immer viel mehr, wenn etwas nicht so gut klappt“, sagt Emma Biemann.

Eike Biemann

Faustball  Nations Cup 2021  in Schneverdingen

Das deutsche Männer Nationalteam traf sich schon Mittwochabend in Schneverdingen. Am Donnerstagmorgen startete man früh mit der ersten Trainingseinheit anschließend wurden Gastmannschaften abgeholt und gemeinsam Felder, Banden und Zelte aufgebaut, ehe es nach einer Mittagspause an die zweite Trainingseinheit ging. Beide Einheiten wurden mit allen angereisten Spielern bestritten und fokussierten sich auf die Ballgewöhnung sowie Standard- und Spielsituationen.

Freitag war auch früh aufstehen angesagt denn man startete direkt mit einer kurzen Einheit am Morgen in den Tag.  Gegen Mittag wurde das Event mit einem kurzen Einmarsch eröffnet. Die Nationalspieler welche nicht dem 10er Kader für den Nationscup angehörten fungierten als Linienrichter, Anschreiber und Kommentatoren beim Livestream.

Deutschland startete im ersten Spiel gegen  Dänemark.  Alle Spieler kamen in dem kurzen ungefährdeten Zweisatzsieg (11:3 / 11:5) zum Einsatz ebenso wie im darauffolgenden Spiel gegen Italien (11:2 / 11:5).

Das letzte Spiel des Tages gegen die Schweiz ging über die volle Distanz mit dem glücklicheren Ende für den Gastgeber aus Deutschland (7:11 / 11:8 / 11:7)

Am darauffolgenden Tag ging es direkt weiter mit einem lockeren Sieg (11:6 / 11:4) gegen die noch recht neue Faustballnation aus Belgien. Anschließend wurde das letzte Spiel zwischen Österreich und Deutschland um den Gruppensieg ausgetragen. Den Zuschauern wurde ein packender 3-Satz-Krimi auf sehr hohem Niveau geliefert. Mit den besseren Lösungen in den entscheidenden Spielsituationen konnten sich die Gäste aus Österreich (11:7 / 9:11 / 12:10) knapp durchsetzen und sich Platz 1 in der Vorrunde sichern.

Im zweiten Halbfinale musste man erneut gegen die Schweiz (Gruppendritter) ran. In einem ähnlich spannenden und hochklassigen Spiel wie in der Vorrunde zeigten beide Teams von Beginn an, dass sie unbedingt ins Finale einziehen wollen. Nach der zwischenzeitlichen 2:1 Satzführung für Deutschland kippte das Spiel zu Gunsten der Gäste, welche drei Sätze in Folge gewinnen und somit den Finaleinzug perfekt machen konnten.

Deutschland – Schweiz   2:4 (13:15 / 11:7 / 11:4 / 6:11 / 8:11 / 7:11)

Somit ging es für die Auswahl von Bundestrainer Olaf Neuenfeld im kleinen Finale „nur“ noch um Bronze gegen die Italiener.  Ein glatter 4:0-Erfolg, bei welchem der Gegner nur phasenweise mitspielen konnte, sicherte dem deutschen Team den 3. Platz hinter der Schweiz sowie dem Nationscup-Sieger aus Österreich.

Deutschland – Italien   4:0  (11:8 / 11:6 / 11:7 / 11:7)

Fazit

„Leider hat es nicht für den Finaleinzug gereicht, resümiert Rouven Kadgien.

Wir haben auf allen Positionen ein wenig schwächer agiert als Österreich in der Vorrunde sowie gegen die Schweiz im Halbfinale. Außerdem fehlte uns über weite Strecken ein vielseitiger und druckvoller Service. Im Halbfinale hatten wir in den ersten drei Sätzen durch eine gute Teamleitung noch leichtes Oberwasser. Nach dem dritten Seitenwechsel entglitt uns leider das Spiel und die Schweizer haben unsere Schwächephasen gekonnt ausgenutzt.

Mit dem anschließenden glatten Sieg gegen Italien erreichten wir einen guten dritten Platz, doch mit etwas mehr Glück an der ein oder anderen Stelle sowie einem druckvolleren Servicespiel wäre definitiv mehr möglich gewesen, analysiert Kadgien.

Olaf Neuenfeld hatte im Vorfeld bekanntlich auf die Nominierung von etablierten Kräften wie  unseren Top-Angreifer Patrick Thomas oder Kapitän Fabian Sagstetter verzichtet, um auch der „zweiten Reihe“ Einsatzzeiten zu verschaffen. Daher waren die Spielergebnisse eher nebensächlich. Das Trainerduo Olaf Neuenfeld und Chris Löwe setzte ihre Zielsetzung, allen Spielern möglichst viele Einsatzzeiten zu geben, konsequent um. Während die Österreicher und Schweizer in den entscheidenden Spielen auf ihre Top 5 setzten beeinflusste der ständige Spielerwechsel im deutschen Team den Spielfluß und verursachte auch Abstimmungsprobleme. Besonders in den engen Matches gegen die Alpenländer bedeutete das noch eine zusätzlichen Herausforderungen.

Bericht:  Rouven + Christian Kadgien

Interview   mit unserem  Nationalspieler  Rouven Kadgien

Wie schätzt du deine gezeigten Leistungen ein?

Rouven Kadgien:  Da ich physisch eher in Richtung eines Jahrestiefpunktes war, kann ich mit der gezeigten Leistung überaus zufrieden sein.

Welche Eindrücke nimmst du von dem Wochenende mit?

Rouven Kadgien:  Definitiv, es war eine super Atmosphäre und die Ausrichtung des Nationscups war eine starke gemeinschaftliche Leistung des A-Kaders & des Trainerstabes

Hatten deine anhaltenden Schulterprobleme Auswirkungen auf deine Offensivleistung?

Rouven Kadgien: Auf jeden Fall, durch meine Schulterinstabilität fehlte mir durchweg die Schlagkraft und dadurch war mein vielseitiges Angriffsrepertoire erheblich eingeschränkt. Einerseits hatte ich mit der Schulter Probleme andererseits bekam ich zwei Wochen vor dem Event Kniebeschwerden, dadurch musste ich meine geplanten Trainingsaktivitäten leider deutlich reduzieren.

Eine optimale Vorbereitung auf dieses Event war dadurch nicht möglich.

 

Ergebnisse Finaltag   am 03. Oktober 2021

  • Platz 5:  Dänemark – Belgien      3:0  ( 13:11, 11:5, 14:12 )
  • Platz 3:  Italien – Deutschland   0:4  ( 8:11, 6:11, 7:11, 7:11 )
  • Finale:  Österreich – Schweiz    4:2  ( 11:7, 11:9, 5:11, 8:11, 12:10, 11:9 )
  1. Österreich
  2. Schweiz
  3. Deutschland
  4. Italien
  5. Dänemark
  6. Belgien